Ein Himmel für den Hessentag

beliebtesten Himmelsbildern, gefolgt von „Liebe“ und „Wiedersehen“. Für Menschen, die ein persönliches Gespräch suchten, standen Tagesseelsorger zur Verfügung. So haben Hessentagsgäste und freiwillige Mitarbeiter Kirche als einen Ort der Begegnung und des Auftankens für die Seele erfahren. „Eine tolle Reise zum Himmel: zu sich zu kommen, zu Gott!“ - so steht es im Gästebuch. Berichte, Fotos und weitere Informationen zum Auftritt der Kirchen beim Hessentag 2012 gibt es im Internet unter www.himmelskirche.de und www.hessentag.bistumlimburg.de.

Mehr als 110.000 Besucher beim Programm der Kirchen auf dem Hessentag Mehr als 110.000 Besucher haben das gemeinsame Programm der Kirchen beim Hessentag 2012 in Wetzlar erlebt. Zum ersten Mal in der Geschichte des größten hessischen Landesfestes luden die evangelischen Kirchen in Hessen und das katholische Bistum Limburg die Gäste an den zehn Tagen des Hessentages zu insgesamt 80 Gottesdiensten, Gebetszeiten, Konzerten und Veranstaltungen in den Dom, in die Himmelskirche (Hospitalkirche) und auf die Himmelstreppe auf der Hessentagsstraße ein. Das Programm der Kirchen stand dabei unter dem Leitwort „Über uns - Ein Himmel für den Hessentag“. „Der Hessentag war ein buntes und vielfältiges Treiben: alle Sinne werden

In großer Zahl ließen sich die Hessentagsgste in die als spirituellen Erlebnisraum umgestaltete Himmelskirche einladen.

angeregt. Das Salz des Evangeliums mitten drin. Der ökumenische Gottesdienst weist bei der Eröffnung den Weg: den Zeichen des offenen Himmels folgen und Gemeinschaft feiern“, resümiert Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Mehr als zwei Jahre haben sich die Verantwortlichen in den drei evangelischen Landeskirchen in Hessen und im Bistum Limburg auf das Landesfest in Wetzlar vorbereitet. „Die umfangreichen Planungen und der Entschluss hier einen ökumenischen Auftritt zu wagen, haben sich voll gelohnt“, bilanzieren die beiden Projektbeauftragten der

Das Himmelsbett am Dom lud zum Ausruhen ein

 Kirchen Pfarrer Andreas Engelschalk und Bezirksreferent Hermann Bernhard. Die Ökumene hat in der Hessentagsstadt 2012 lange Tradition: Der Dom zählt zu den ältesten Simultankirchen Deutschlands und wird seit Jahrhunderten von Christen beider Konfessionen als Gotteshaus genutzt. „Wir haben hier zehn Tage lang gezeigt, wie vielfältig, offen, einladend und ansprechend der christliche Glaube und die christlichen Kirchen sein können“, sagt Bezirksdekan Dr. Christof May. Viele Menschen hätten den Weg zu den drei Standorten des kirchlichen Auftritts gefunden und über sich, ihr Leben und ihre Beziehung zu Gott nachgedacht.

Nahezu alle 80 Veranstaltungen waren gut besucht, die Konzerte mit Jan Garbarek und dem Hilliard Ensemble, die Konzertmeditation mit Margot Käßmann und Hans-Jürgen Hufeisen sowie die Musicals Elisabeth und David und Goliath waren restlos ausverkauft. Auf großes Interesse stieß auch das Abschlusskonzert der beiden Domkantoreien mit der Uraufführung der 5. Sinfonie und der Messe von Cesar Franck. „Begeistert waren die Besucher von den himmlischen Kurzfilmen, dem Himmelsparcour

und der Kofferausstellung“, erzählt Hermann Bernhard. Die Jugendlichen, die sich hier besonders engagierten, hätten dem Auftritt im Dom viel Lebendigkeit verliehen. Über durchweg positive Resonanz können sich auch die Domführungen, die Handwerker, die im sogenannten Heidenhof ihr Können gezeigt haben, und die Ausstellung „Mensch Bibel“ in der Michaelskapelle freuen. Gebetszeiten, ein Bibel-Scriptorium, die Nacht der Lichter, eine Lichtinstallation sowie zwei festliche Gottesdienste zu Beginn und zum Abschluss des Hessentages mit Präses Nikolaus Schneider und Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sowie Superintendentin Ute Kannemann und Bezirksdekan Christof May gaben der kirchlichen Präsentation einen passenden Rahmen.Eine freundliche Atmosphäre herrscht auf dem Hessentag sowohl unter Mitarbeitern

Der Eröffnungsgottesdienst im Dom am 1.6.2012 mit Bischof Tebartz van Elst, Pfarrer Kollas und Pärses Nikolaus Schneider

der Evangelischen Allianz und Gästen, als auch bei der Zusammenarbeit mit den Kirchen. Gesichter bekommen hat der erste ökumenische Auftritt der Kirchen durch mehr als 700 Ehrenamtliche, die sich beim Programm engagiert haben. „Es war toll zu erleben, wie hier auf verschiedenen Ebenen und bei ganz unterschiedlichen Aktionen zusammengearbeitet wurde“, so die beiden Projektbeauftragten. Sie sind sich sicher, dass dieses Miteinander und die Zusammenarbeit nun vielerorts fortgeführt werden wird. „Der

Veranstaltungen in der „Himmelskirche“: Konzerte, Gottesdienste und die „blaue Couch“, Diskussionsrunden zu diakonischen Themen

Hessentag hat uns allen einfach gut getan und uns gezeigt, was wir gemeinsam alles schultern können“, so auch Bezirksdekan Christof May. Beeindruckt vom intensiven und freundlichen Engagement der Frauen und Männer war auch Superintendentin Ute Kannemann. Sie hat den „Hessentag als ein sehr schönes Fest für die ganze Stadt und das Land“ erlebt. Den Dom und die Himmelskirche hat auch der Wetzlarer Oberbürgermeister Wolfram Dette besucht, den Einsatz der Ehrenamtlichen gelobt und dabei Kirche als „mitten im Hessentag“ erlebt. Die katholische Kirche war mit einer zehn Meter hohen Himmelstreppe auf der Hessentagsstraße präsent. Diese Himmelstreppe war ein begehbarer Turm, der den Besuchern mit Plakaten und Sprüchen den Weg nach oben in den Himmel wies. „Den Menschen hat der Perspektivwechsel, den der Turm ermöglichte gut getan“, berichtet Michael Schöler. Auf dem Weg zurück auf die Hessentagsstraße habe es zahlreiche Gespräche über „Gott und die Welt gegeben“. „So eine Himmelskirche müsste es jeden Tag in Wetzlar geben!“ wünschte sich eine Besucherin beim Verlassen der Wetzlarer Hospitalkirche. Die vielen positiven Rückmeldungen zeigen, dass es nahezu allen Besuchern des Gotteshauses so ergangen ist. Anlässlich des Hessentages wurde der Kircheninnenraum in ein riesiges 

Himmelszelt mit Licht-, Muster- und Farbenspielen an Zeltdecke und -wänden verwandelt. Und auch die himmlischen Texte zu Bildern auf der Leinwand, untermalt mit himmlischen Klängen, regten die Hessentagsgäste zum Innehalten und zur Besinnung in allem Trubel an und vermittelten ihnen eine Atmosphäre der Wärme und Geborgenheit. Die etwa 150 Ehrenamtlichen in der Himmelskirche kamen größtenteils aus den umliegenden Kirchengemeinden, aber auch aus ehemaligen Hessentagsstädten. Dass das hohe Engagement sich gelohnt hat, sieht man unter anderem an den Eintragungen im Gästebuch der Himmelskirche. „Hier bin ich im 7. Himmel!“ heißt es da beispielsweise oder „Ich finde

Vorführung einer Hochzeitstracht, der “Taunus-Wunderland-Mann“

die Himmelskirche mutmachend! Gut, dass Kirche sich auch auf dem Hessentag präsentiert.“ Die Menschen setzten sich in die Kirchenbänke und ließen sich von der Lichtinstallation, den Texten auf der Leinwand vorne und himmlischen Klängen inspirieren. Drei Gottesdienste sowie 17 Himmels- und Nachtgedanken, mit jeweils rund 130 Teilnehmern sehr gut besucht, luden zum Innehalten ein. Ein Ort der Ruhe im Trubel des Hessentages, so haben es viele empfunden. „Ein buntes Fest der Begegnung und Information, zu dem wir evangelische Christen der Region in Dom und „Himmelskirche“ gerne unseren „himmlischen“ Beitrag als Rastplatz für die Seele leisten“, so der Braunfelser 

Superintendent Roland Rust. Kulturell Interessierten boten die drei evangelischen Landeskirchen in Hessen als Veranstalter der Himmelskirche Konzerte, Kabarett und Lesungen an. Gesprächsrunden auf der „Blauen Couch der Diakonie“ gaben Impulse zur Auseinandersetzung mit sozialethischen Fragen. Zu

den Highlights gehörten neben der Talkrunde mit Margot Käßmann auch die Konzerte von Dieter Falk & Sons, das David Orlowsky Trio, ein Konzert mit Maren Kroymann, Abende mit Lars Reichow, Matthias Schenk und Brass Connection sowie Lesungen mit Adriana Altaras und Silke Schütze. Auf großen Zuspruch stießen auch die kleinen Kärtchen am Ausgang. Sie trugen die Aufschrift „Für Sie ist ein Platz im Himmel reserviert“ „Den Leuten sind die Reservierungskärtchen wichtig“, so Küster Peter Sinkel. „Wir haben kein einziges gesehen, das weggeworfen wurde.“ An der Abstimmungsstation auf der Empore war eindeutig der „Frieden“ Favorit bei den

Die Bühne am Eisenmarkt“

Evangelische Kirchengemeinde Kölschhausen  -  Email: info@kirchengemeinde-koelschhausen.de

evangelische
kirchengemeinde
kölschhausen