Philipp Melanchthon - Diplomat der Reformation

Das 450. Todesjahr von Philipp Melanchthon nahm Karl-Heinz Hoffmann aus Dreisbach zum Anlass zu einem Vortrag im Friedrich-Winter-Gemeindehaus. Melanchthon war sicher dem Namen nach allen bekannt und dass er mit Martin Luther zusammengearbeitet hat auch. Aber wie wichtig er für Martin Luther und somit auch für unseren evangelischen Glauben ist, das wurde an diesem Abend deutlich. In einem lebendigen Vortrag und mit viel Hintergrundwissen hat Karl-Heinz den Lebensbogen dieses Mannes von seinem Geburtsort Bretten (damals in der Kur-Pfalz) über Lehr- und Studienjahre bis hin zur Professur in Wittenberg gespannt. Der Schwerpunkt lag natürlich in seiner Wittenberger Zeit an der Seite Luthers. Schon beim Reichstag in Worms war es Melanchthon, der Luther gut zugearbeitet hat und ihn bei den Streitgesprächen mit Hintergrundinformationen versorgt hat. Luther nannte Melanchthon den „kleinen Griechen“. Das war auf seine kleine Statur bezogen und zollte großen Respekt vor seinen ausgezeichneten Griechischkenntnissen. Melanchthon war Professor für Griechisch und Luther eine große Hilfe bei der Übersetzung des Neuen Testamentes auf der Wartburg und später der ganzen Bibel. Das von Melanchthon verfasste „Augsburger Bekenntnis“ (Confessio Augustana) gilt bis heute und ist in unserem Gesangbuch abgedruckt. Wir danken Karl-Heinz für diesen gelungenen Vortrag, der mit Köstlichkeiten aus der badischen
Küche seinen Abschluss fand.

Horst Henrich

Evangelische Kirchengemeinde Kölschhausen  -  Email: info@kirchengemeinde-koelschhausen.de

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