Wussten Sie schon...

Wissenswertes

- dass vor mehr als 300 Jahren  es einen Pfarrer Moritz gab? Er hatte viele Kinder und war - auch zur Ernährung seiner Familie tüchtig in der Landwirtschaft tätig. In der Gemeinde sorgte er für den Anbau an die bereits bestehende  Kapelle, so dass eine schöne Kirche daraus wurde. Übrigens: Pfarrer Moritz soll unter dem Altar begraben liegen

- dass gegen Ende des Krieges es einen Luftkampf zwischen einem deutschen und einem amerikanischen Flugzeug über Kölschhausen gab? Dabei trafen etliche Kugeln den Hahn und die Weltkugel auf dem Kirchturm. Später schaute ein Feuerwehrmann nach der Reparaturbedürftigkeit von Hahn und Weltkugel. Sein Kommentar dazu:"Der Hahn macht keine Henne mehr”

- dass in der Kirche ein großer Eisenofen stand? Wer nahe bei ihm saß, dem war während des Gottesdienstes sehr heiß. Auch die auf der Empore Sitzenden durften wegen der aufsteigenden Wärme schwitzen. Wer aber weit entfernt von ihm saß, hinten in der Kirche, dem war zu kalt. Später kam der Ofen in die Erde (Keller). Das war angenehmer. Einige Zeit später wurde eine Elektroheizung (Nachtspeicher) eingebaut. Gab es am Tag mehrere Veranstaltungen in der Kirche, kamen die Küster ins Schwitzen (nämlich, ob die Wärme für die gesamte Zeit ausreichte).

- dass unser Kirchboden und Kirchturm ein beliebter Platz für Käuzchen und Fledermäuse ist?

- dass am 25.1.1990  der Wetterhahn, das Kreuz und die Kugel auf dem Kirchturmdach durch einen Sturm schwer beschädigt wurden. Am 30.1.199O demontierte die Braunfelser Feuerwehr die einzelnen Teile in einer aufwendigen Aktion. Die Kugel, die viele Löcher hatte, mußte ausgebessert werden. Das Kreuz wurde von Heinrich Schmehl, Kölschhausen, erneuert. Sein Vater, Karl Schmehl, hatte 1902 den Wetterhahn selbst hergestellt und der Kirchengemeinde geschenkt.

- dass früher nur ein-Mal die Woche gewaschen wurde. Das Wäschewechseln jeden Tag gab es nicht. Etliche Kölschhäuser hängten ihre gewaschene Wäsche zum Trocknen auf den Kirchboden. (Es gab nämlich weder eine Wäscheschleuder, noch Platz zum Aufhängen in den Häusern.)

- dass es In Kölschhausen  einmal einen Küster gab, der schwerhörig war? Damals mußte man noch von Hand läuten. Kinder waren des öfteren mit dabei. An einem Sonntag nahm der Küster ein Mädchen mit zum 9-Uhr-Läuten. Nach dem Läuten kamen einige Kölschhäuser zum Friedhof an der Kirche angelaufen und fragten neugierig und aufgeregt:" Wer ist denn gestorben?" "Wer soll denn gestorben sein?", gab der Küster zurück. "Es ist niemand gestorben." "Aber ihr habt doch alle 2 Glocken geläutet", widersprachen die Kölschhäuser. - Es stellte sich nach längerem Hin und Her heraus, daß das Mädchen im Übereifer - schon für den Gottesdienst - mit allen 2 Glocken geläutet hatte, was normalerweise um 9 Uhr noch nicht geschah, es sei denn, jemand wäre gestorben.

- dass Wilhelm Diehl aus Kölschhausen vor vielen Jahren (um den ersten Weltkrieg herum) nach Amerika auswanderte .Von dort aus machte er der Kirchengemeinde Kölschhausen ein Geschenk: Er stiftete einen Altar- und Kanzelbehang. Können Sie sich noch erinnern? Sie waren schwarz,und auf dem Kanzeltuch stand geschrieben: "Gottes Wort bleibet in Ewigkeit".Eines Tages kamen die Nachfahren von Wilhelm Diehl nach Kölschhausen. Sie wollten seine Heimat und Verwandtschaft kennenlernen. Über den Altar- und Kanzelschmuck stießen sie auf jemanden, der ihnen umgehend sagen konnte, wo die Verwandten leben. So hat Gottes Wort und ein Werk zu Gottes Ehre Menschen  zusammengeführt.

- dass um die Kirche herum sich lange Zeit der Friedhof befand? Schon um 1900 herum war er eng mit Gräbern belegt. Starb ein Kölschhäuser oder eine Kölschhäuserin, mußte der (oder die) Zu-Ältest-Beerdigte ausgegraben werden, um Platz zu schaffen für den/die zuletzt Verstorbene(n). Immer wieder wurde die staatliche Gemeinde gemahnt, einen neuen Friedhof anzulegen. Nichts geschah. Eines Tages mußte erneut ein altes Grab ausgehoben werden. Die Grabenden fanden dabei einen vollständig erhaltenen Eichensarg vor, worin eine Frau lag, die kaum verwest war. Was war das für ein Gestank! Was für eine Zumutung für die jungen Grabenden? Die Beschwerden der Kölschhäuser an den Bürgermeister wurden massiv. Und endlich wurde der neue Friedhof am Ende des Dorfes eingerichtet.

Evangelische Kirchengemeinde Kölschhausen  -  Email: info@kirchengemeinde-koelschhausen.de

evangelische
kirchengemeinde
kölschhausen